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Die Römer und Ihre Götterwelt

Die Römer der Antike waren praktische veranlagte Menschen. In Ihren Eroberungszügen lernten Sie viele verschiedene Kulturen und Kulturtechniken kennen und verwendeten für sich was nützlich erschien.
Diese Einstellung macht Rom zu einer lange Zeit unbesiegbaren Weltmacht.
Auch in der Religion legten die Römer eine hohe Flexibilität an den Tag und integrierten nicht selten fremde Götte in ihre Glaubenswelt.
Der ursprüngliche Glaube entsprach einer sehr Naturverbundenen Religion und war durch die Vorstellung geprägt, dass allen Dingen und Lebewesen eine göttliche Macht innewohnt.
Nach und nach wurde die Religion gestalthafter und es entstanden die ersten Götter für bestimmte – meinst noch sehr bäuerlich geprägte – Gegenstände, Gebiete, Tätigkeiten oder Pflanzen. Flora wurde zur Göttin der Blumen, Pomona die Göttin des Obstes, Pales und Faunus die Hüter der Herden, Silvanus der Gott des Waldes, Terminus der Gott des Grenzsteins, Janus der Gott der Tordurchgänge, Vesta die Göttin des Feuers oder Mars, der Gott des Krieges.
Die Götter der Anfangszeit waren vom Prinzip her gestaltlose Geisterwesen. Erst mit dem Kontakt zu Etruskern und Griechen bekamen die Götter zusehends menschlichen Formen. Viele der bekannten und wichtigen römischen Götter entstammen der Götterwelt der Griechen.

 

Im Laufe der langjährigen Geschichte des römischen Imperiums traten noch verschiedenen weitere Götter und Kulte in Erscheinung, bis Kaiser Constantinus (Konstantin der Große, 272-337 n. Chr.) das Christentum zur offiziellen Staatsreligion machte.
Der Anekdote nach erblickte Constantinus kurz von der entscheidenden Schlacht gegen seinen Widersacher Maxentius an der Milvischen Brücke in einer Vision ein Kreuz am Himmel. Daraufhin ließ er Kreuz auf die Schilder seiner Soldaten malen und verbreitete seine Vision unter den Soldaten, die angespornt einen großen Sieg erringen konnten.

Staatsreligion

Die Staatreligion wurde von einem mächtigen PriesterapparaPontifex Maximust geleitet. Die Mitglieder wurden auf Lebenszeit eingesetz und vom pontifex maximus geleitet.
Neben dem pontifex maximus gab es noch weitere pontifices, in den fühzeiten des römischen Reiches waren es drei, im laufe der Zeit wurdes es 16.
Neben den pontifices gab es noch weitere Mitglieder des Prieserapparats.

 

Vestalinnen: Waren jungfreuliche Pristerinnen aus vornehmen Familen die der Vesta hunldigten. Die Hauptaufgabe der vier – später sechs - Vestalinnen war es das heilige Feuer im Tempel der Vesta zu erhalten.
Wurde dieser Pflicht nicht nachgekommen bzw. verlor eine der Vestalinnen ihre Jungfreulichkeit, so wurde diese mit dem Tod bestraft. Für das römische Volk war das heilige Feuer von enormen Bedeutung und die Vestalinnen genossen daher ein hohes Ansehen und hatten auch in weltlichen Angelegenheiten bedeutenden Einfluss.
Die Vestalinnen wohnten in einem Haus in der Nähe der Vestatempels und unterstanden der Vesta Maxima, einer Art Vorsteherin.
Die Vestalinnen wurden bereits im Kindesalter zu Novizen und übten ihre Pflicht 10 Jahre aus, bevor sie vollwertige Vestalinnnen wurden. Hatten sie diesen Status erreicht, so übten die den Kult nochmals 10 Jahre lang aus und wurden zu Ausbilderinnen der Novizen.
Nach dieser Zeit hatten sie die Möglichkeit ins bürgerlich Leben zurückzukehren.

 

Auguren: Die Auguren sagten die Zukunft an Hand von Vogelflug und -rufen vorher. Diese Kunst war ein geheimer und komplizierter Vorgang. Die Auguren wurdeAugurenn vom Senat auf Lebenszeit bestimmt und genossen einen Beamtenstatus. In Rom gab es einen speziellen Platz auf dem Kapitol – das sogenannte auguraculum - auf dem das Augurenkollegium zusammen kam, um wichtige Vorhersagen zu treffen. In fast allen privaten, öffentlichen und militärischen Entscheidungen wurden Auguren zu Rate gezogen. Um auf militärischen Expeditionen die Vorhersagefähigkeit zu bewahren, wurden oftmals Vögel in Käfigen mitgeführt.
Doch schon zu Ciceros Zeiten wurde die Auguren langsam aber sicher an Einfluss.

 

 

Haruspices: Haruspices hatten eine ähnliche Funktion wie die Auguren, nur dass Sie die Zukunft aus den Eingeweiden von Tieren vorhersagten. Obwohl etruskischen Ursprungs und daher weniger geachtet, konnten sich die Haruspices auch in späteren Zeiten des römischen Imperium erfolgreich behaupten. Neben öffentlichen Angelegenheiten wurden sie gegen Geld auch von Privatpersonen um Rat befragt.

 

Flamen (Mehrzahl: flamines): Die Flamines sind die Priester der verschiedenen Götter.Flamen
Die Diener des Staatsreligion huldigen in erster Linie den großen Göttern, wie z.B. der Vesta, Fortuna, Janus, Saturnus, Mars und Jupiter. Alle diese Gottheiten hatte ihre eigenen Tempel in Rom.

 

Die praktische Veranlagung der Römer legt nahe, dass die Tempel auch zu sehr weltlichen Zwecken genutzt werden. So wurde z.B. im Tempel des Saturnus der Staatsschatz aufbewahrt, andere Tempel wurden zum Empfang von ausländischen Staatsgästen oder zur Beschluss über Krieg und Frieden benutzt.

Privatreligion

Nebenden in der Öffentlichkeit zelebrieten Kulten und Zeremonien wurde von den Römern eine ausgeprägte Privatreligion gepflegt. Die Quellen über die Kulte sind allerdings sehr viel weniger ausgeprägt, als die der großen Staatskulte.
Die zu Hause vollführten Kulthandlungen stellen im Groben eine Verkleinerung der Staatskulte dar. Opferbringung war das Hauptelement der Kulte, aber auch die Weissagung war ein weiteres häufiges Element.
Hauptziel der Kulte war es, die jeweiligen Götter und Geister durch Opfer und der korrekte Ausübung der Zeremonie gnägig zu stimmen und so Schutz und Unterstützung zu erhalten.
Die Kulthandlungen an sich waren nach dem "do ut des"-Prinzip (ich gebe, damit du gibst) zu verstehen, d.h. durch die Opfer erwarteten sich die Römer entsprechende Gegenleistung. Moralisches Verhalten dagegen wurde durch die Kulte nicht gefördert.
Die häuslichen Zeremonien wurden vom männlichen Familienoberhaupt, dem pater familias, durchgeführt. Dabei ist zu beachten, dass das lateinische familia umfassender ist, als unser heutiges Verständnis von Familie. Familia beinhaltete im Haus lebenden Kinden, Verwandten, Sklavern, Freigelassenen, so dass bei reichen Familen eine große Menge Personen unter diesen Begriff gefallen ist.
Die eigentlichen Hausgötter waren die Lares und Penaten. In der Frühzeit der Verehung wurde der Gott Lare als Einzelwesen gesehen, wandelte sich aber im Lauf der Zeit in eine Art Doppelwesen bzw. Paar, dargestellt meist als herkömmlich junge Männer in kurzen Tuniken und mit Trinkhörnern. Die Lares galten als Schutzgeister des Haushaltes.
Die Penaten dagegen waren die Götter der Vorratskammer und sollten sicherstellen, dass immer ausreichend Lebensmittel für die familia verhanden war.
Der Genius bzw. Schutzgeist des Hausherren hatte die Augabe den Hausherren zu schützen und über das Ehebett zu wachen. Dargestellt wurde Genius in Schlangengestalt oder als ein Mann in Toga.
Die Vorstellung der Römer über die waren eher diffus. Am weitesten verbreitete war der Glaube, dass die Geister der Toten – die sogenannten Manes – in einer Art Zwischenstadium zwischen Leben und Tod in der Nähe ihrer Gräber weilten.
Neben den Manes – im Grunde der guten Geister – gab es nach Vorstellung der Römer noch die Lemuren – die Totengeister der Verbrecher und derjenigen, die kein Grab gefunden hatten.
Um diese Geister davon abzuhalten die Lebenden wurde im Februear zu einen das Totenfest parentalia gefeiert, zum anderen im Mai das Fest lemuria.
Die Feierlichkeiten wurde vom pater familia nach einem bestimmten Ritus abgehalten. Der verhüllte pater familia vollführte dazu Abwehrzeichen, wusch seine Hände und wift eine Handvoll schwarzer Bohnen.
Auch bei der Eheschließung spielten die Götter eine wichtige Rolle. Am Hochzeitstag wurden Intercidona und Deverra, sowie die Gebrüder Picus (Picumnus) und Pilumnus angerufen. Die Letzten drei  und je nach Interpretation auch erstere sollten Mutter und Kind von dem Gott des Waldes – Silvanus – beschützen.
Daneben gab es eine Vielzahl weiterer Geisterwesen und kleiner Götter, die für verschiedenen Bereiche des Lebens zuständige waren: Cuba – Schlaf, Educa und Potina – Essen und Trinken, Fabulinus – Sprachelernen, Abeona und Adeona - die ersten Schritte und die Rückkehr ins Elternhaus...

Die römische Götterwelt

Die römische Götterwelt war vielschichtig und umfangreich. Um die einzenlen Wese übersichtlicher darzustellen, wurden Sie in folgende Kategorien eingeteilt:

  • Die großen Götter:
    Unter diesem Begriff sind die alle wichtigen und bekannten Götter subsumiert.
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  • Die kleinen Götter:
    Neben den großen Göttern hatten die Römer eine Vielzahl kleinerer und unbekannterer Götter.
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  • Geisterwesen:
    Neben den Göttern gab es in der Vorstellung der Römer verschiedene Geisterwesen.
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  • Personifikationen:
    Personifikationen sind Beschreibungen für bestimmte Tugenden oder Verhaltensweisen. Teilweise üben Gottheiten gleichzeitig auch die Funktion  einer Personifikation aus.
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  • Geheimkulte:
    Neben den offiziellen Göttern und Religionen gab es in der Zeit des römischen Imperiums eine Reihe verschiedener Geheimkulte.
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